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Ostern - Beliebte Osterbräuche

Gemeinsam essen, Ostereier verstecken und suchen, sich beim Osterfeuer mit Freunden treffen oder süsse Osterhasen und Osterlämmer naschen. Viele der beliebten Osterbräuche sind ein fester Bestandteil unseres Osterfests...

Beliebte Osterbräuche - Traditionen zu Ostern

Das Osterei
Der Osterhase
Das Osterlamm
Das Osterfeuer
Das Osterwasser
Das Osteressen


Das Osterei

Das "Osterei" spielt beim Osterfest eine zentrale Rolle. Es wird nicht nur am Oster-Sonntag vom Osterhasen versteckt und den Kindern gesucht, sondern dient auch als Dekoration. Fragt man sich beim Huhn doch öfters, was früher da war "Henne oder Ei?", ist man sich beim Osterhasen recht sicher. Denn hier war das Ei zuerst da. Oder anders gesagt - das Osterei kann definitiv auf eine längere Tradition zurückblicken als der Osterhase.

Warum Eier an Ostern so präsent sind, hat gleich zwei Gründe...

Der Erste hängt mit der Fastenzeit zusammen. In früheren Jahrhunderten wurde in der Fastenzeit neben Fleisch auch auf den Verzehr von Eiern verzichtet. Denn diese gehörten untrennbar zum Fleisch (wurden zeitweise sogar als "flüssiges Fleisch" bezeichnet). So wurden die Eier, die während der "Fastenzeit" (also zwischen Fasching und Ostern) von den Hühnern gelegt wurden, hartgekocht, um sie länger haltbar zu machen. Zudem gefärbt, um sie von den frischgelegten unterscheiden zu können. Gegessen wurden die Eier dann wieder direkt nach dem "Fastenbrechen" (also ab Ostersonntag Morgen).

Der Überschuss an Eiern wurde in früheren Zeiten aber auch anders abgebaut. So zahlte man Steuern, die generell am "Gründonnerstag" fällig waren, neben Geld auch mit Naturalien. Und so waren Eier damals (sowohl in rohem als auch im gekochtem Zustand) ein recht beliebtes Zahlungsmittel.


Der Osterhase

Der "Osterhase" hat seinen Platz als Überbringer der Ostereier erst recht spät in der Geschichte erhalten. So waren lange Zeit auch Fuchs, Henne, Kuckuck und Storch in verschiedenen Teilen Deutschlands für die Ostergeschenke zuständig. Weswegen sich letztendlich dann der Hase als "Eierlieferant" durchgesetzt hat, kann nicht eindeutig bestimmt werden.

Theorien besagen, dass man Hasen im Frühjahr oftmals in Dörfern und Gärten vorfand, wo sie auf Futtersuche und Brautschau waren. Und so trugen seine häufige Anwesenheit während der Osterzeit ebenso wie natürlich auch sein Status als Fruchtbarkeitssymbol zu seinem neuen "Job" bei. Und auch das "Ei" gilt wohl unumstritten als Fruchtbarkeitssymbol.


Das Osterlamm

Ebenso ein fester Bestandteil des christlichen Osterfests ist das "Osterlamm". So sind Lämmer bereits im "Alten Testament" das klassische Opfertier. Seinen Ursprung hat der Brauch jedoch im jüdischen "Passahfest", bei dem es üblich ist, ein Lamm zum Gedenken an Gott zu schlachten und zu verspeisen.

Im Christentum wird Jesus Christus als "Lamm Gottes" bezeichnet. So war es dann auch während der Anfänge des Christentums üblich, Lammfleisch unter den Altar zu legen. Dieses wurde geweiht und war dann auch die erste Speise am "Auferstehungstag". Das Lamm steht im Christentum zudem als Symbol des Lebens, der Reinheit und des Friedens.

Zum Osternfest finden wir Lamm sowohl in herzhafter als auch in süsser Form auf der Ostertafel. Mehr zum traditionellen Osteressen...


Das Osterfeuer

Vorchristlichen Ursprungs ist der Brauch des "Osterfeuers". Feuer war bereits im Altertum heilig. Mit ihm sollte im Frühjahr die Sonne und das beginnende Leben begrüsst werden. Dieser Brauch sollte für Wachstum und Fruchtbarkeit sorgen.

Das Christentum übernahm diese (Licht-)Tradition. Das Licht steht dabei für das Leben und den auferstandenen Jesus. Am "Karsamstag" wird daher traditionell in der Osternacht das Osterfeuer vor der Kirche entzündet und geweiht. An dem Feuer wird auch die "Osterkerze" entzündet und als Licht in die (dunkle) Kirche getragen. An der Osterkerze wiederum werden dann die Taufkerzen entzündet.


Das Osterwasser

Nach alter Tradition war es Brauch, dass das "Osterwasser" in der Osternacht zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und schweigend nach Hause getragen wird. Dieses Wasser soll dann ein Jahr lang "Segens- und Heilkraft" besitzen.

Dieser Brauch ist ebenfalls vorchristlichen Ursprungs. Denn als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit verehrten bereits die Germanen das "Wasser". Im Laufe der Jahrhunderte wurde Wasser als "Lebensspender" dann auch mit dem Frühling sowie mit Ostern in Zusammenhang gebracht.